12/04/08 - Hagen, Kultopia
Ein Konzert im April…
Wer die Power Point Präsentation zum Konzert im Pub 18 in Gevelsberg gesehen hat weiß, dass dort nicht das beste Ambiente in der Monty Konzerthistorie gewesen ist. Schön aber, dass wir bei Veranstalter „Steve von ZENFU“ ohrenscheinlich einen guten Eindruck hinterlassen haben, so dass er uns gleich für die Hagener Konzertreihe „Voll auf die Moppe“ gebucht hat.
Das Kultopia steht für gepflegte musikalische Unterhaltung, hat professionelles Personal und zu empfehlende Wildkartoffeln mit Oregano im Catering. Erstmals wurde sogar scharf ein Blick auf die Gästeliste geworfen und um ein Haar wären die Band Yoko Ono´s Jenny und Anne gar nicht in den Laden gelassen worden. Todesmutig und ohne Rücksicht auf den Verlust von Gliedmaßen warf Nille sich allerdings in die Bresche und bat sich als Bleibepfand, bis Basspocke mit „Steve von ZENFU“ den Gästelistensachverhalt klären konnte. Aber das sei alles nur am Rande erwähnt.
Fakt: „Steve von ZENFU“ hat für „Voll auf die Moppe“ eine qualitativ hochwertige Auswahl ein Rockbands zusammen erscheinen lassen und für einen fairen Preis einen gelungen und gut organisierten Konzertabend nach Hagen gebracht. Bands wir „Motorjesus“ und die Itakker von „Goddass“ könnten problemlos die großen Festivals Europas bespielen und zeigten, dass sie in der Vergangenheit durchaus die ein oder andere Stunde am Instrument und im Probenraum verbracht haben. Außerdem schwören wir Monties Stein und Bein, dass kein geringerer als Ronaldinho bei den Turinern gesungen und geklampft hat und der Kicker sicher bald verkünden wird, dass Juve einen neunen Topstar aus Spanien verpflichtet hat. Checkt deren Bandpage, wir schwören es!
Für die zur Verfügung stehende gute halbe Stunde haben wir Monties versucht dem Namen der Veranstaltung alle Ehre zu machen und ein Set für die Moppe zusammen gestellt. Tobi und Nille entschuldigen sich nachträglich dafür, dass sie nicht tätowiert sind und trotzdem rocken wollen.
Und damit der emsig Lesende dieser Zeilen final auch etwas mit in das wirkliche Leben nehmen kann bekommt Ihr hier die zehn ultimativ wichtigen Tipps für einen gelungenen und entspannten Abend im Kultopia in Hagen:
1. Nicht gleich die erst beste Toilettenkabine nehmen. (Dieser Tipp ist sehr wohl auch auf andere Bereiche wie Restaurants, Veranstaltungshallen und Arztpraxen zu übertragen).
2. Nicht die Schokomuffins kaufen, die seit verdammt langer Zeit AUF dem Tresen, statt in einer Glasvitrine etc stehen.
3. Während der Lieder nie Ansagen machen wie: „Hagener, Ihr habt aber eine schöne Stadt“ oder „Hagen ist doch im Ruhrpott, oder?“
4. Nicht die Müslistangen kaufen, die seit verdammt langer Zeit AUF dem Tresen liegen…
5. Backstage trotz dem massiven Bedürfnis nach Alkohol nicht zum Oettinger greifen. (Wer jemals einen intensiven Abend an der Seite von Oettinger Bier verbracht hat weiß, wie ekelhaft es ist, Oettinger zu erbrechen. Nehmt es Euch zu Herzen: Oettinger Bier entspricht dem Status KÖRPERVERLETZUNG und wird vor Gericht bei Angebot an Mitmenschen ähnlich behandelt wie ein beschuhter Tritt auf eine liegende Person!).
6. Wenn Ihr als Paar anreisen solltet muss darauf geachtet werden, dass kein Beteiligter nach dem Konzert mehr Zeit mit einem fremden und vielleicht sogar talentierten und gut aussehenden Bandakteur des Abends, statt mit dem vorhandenen und unter Umständen genervten Partner verbringt. Das könnte zu extremen Kommunikationsschwierigkeiten und ggf sogar Eifersüchten führen. (Doktor Sommer rät: http://de.wikipedia.org/wiki/Eifersucht).
7. Wenn die letzte Band des Abends zum Moshpit aufruft nicht unbedingt in Reihe eins darauf bestehen, dass man hier doch schon den gesamten Abend stünde und das Deutschland ja ein freies Land und das Konzert mit freier Platzwahl sei. (Oder Ihr macht das GERADE. Je nach Lust und Krankenhaustagegeldversicherung).
8. Vor der Tür nicht schlecht über Extrabreit und Nena sprechen. (Wer jetzt nicht weiß, warum gerade dieser Punkt hier genannt wird sollte im Internet ein bisschen auf Forschungsreise in Sache deutscher Musikgeschichte „Rock und Pop“ gehen).
9. Wenn man als Band anreist auf keinen Fall nur in Kleingruppen „mal eben“ zum MC Donalds gehen. Das zieht den Ärger der verlassenen Restmitglieder nach sich und ist so wie so nicht gut für den Body Mass Index.
10. Besonders bei hellen Hosen und Boxershorts darauf achten, dass nach dem Pullern tüchtig in die Keramik abgeschüttelt wird. Hände waschen nicht vergessen!
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