27/04/07 - Schwedenheim
Diemal erstmals für alle Analphobisten äh Analphabetisten auch als "Hörbuchversion" zum gratis download. Wir bitten leichte Übersteuerungen zu entschuldigen, denn dies war auch unsere Jungfernfahrt in Sachen Bandtagebuch Aufnahmen.... Viel Spaß dabei!
Liebes Tagebuch,
so lange ist noch gar nicht her, seit ich das letzte Mal etwas in Dich geschrieben habe. Die Konzerte häufen sich bei unserer kleinen 5er Truppe und daher wird es Zeit, ein paar Zeilen für die Nachwelt zu hinterlassen.
Aufgrund des bahnbrechenden Erfolges unserer Black Box bräuchten wir eigentlich gar keine Konzerte mehr spielen, aber im heimatlichen Schwedenheim, kehrt man dann doch gerne ein… *hüstel wegen des Reimes*
Wie immer begann bei einem Schwedenheim Konzert alles mit der Frage nach dem Wetter. Blizzard, dem Fritz sein Wetter und 0815 Herbstgeplänkel hatten wir schon. Was fehlt also? Richtig, Affenhitze! Bei gefühlten 45 Grad im Schatten machte es uns auch diesmal besonders viel Spaß unser sauschweres Equipment zu verladen und aufzubauen. Glücklicherweise tummelten sich auch diesmal fleißige Helferchen vor Ort und wir konnten die Schweißflecke gerecht auf alle verteilen.
Oh, ich habe unhöflicherweise vergessen, wer mit uns den Saal zum schmelzen bringen durfte. *Tusch* Split Screen und Marek Marple
Letztgenannte haben sich irrwitzigerweise überlegt die Bandmitgliederzahl auf gefühlte 25 aufzustocken, damit es AUF der Bühne auch richtig muckelig wird. Geil auch, dass der Keyboarder so viel Platz wie Gitarrist und Bassist zusammen genutzt hat, aber dazu später mehr… Split Screen hingegen griffen auf alt bewährtes zurück und haben in einer Nacht und Nebel Aktion unseren ehemaligen Sänger und Basser Daniel Kammann verpflichtet. So trifft man sich doch immer wieder…
So, wo war ich stehen geblieben… Ach ja: Aufbau blablabla Warten bis es losgeht blablabla
Highlights des Abends, dass ist wichtig! Das Schwedenheim bietet zwar die vorteilhafte Situation, dass man als Band einen Backstagebereich hat in welchem man sich ordentlich betrinken und richtig wichtig fühlen kann, dieser kann aber während eine andere Band spielt leider nicht mehr verlassen werden. Außer man geht über die Bühne (was natürlich nie jemand tun würde!!!), oder stürzt sich todesmutig auf dem zweiten Stock, wie die furchtlosen Jungs von Marek Marple. So musste ich backstage den ersten Auftritt in der Geschichte von Split Screen verfolgen und konnte nicht vor der Bühne das Tanzbein schwingen.
Die Highlights in Kürze: Kurz VOR dem Gig hat sich der Sänger in eine orangefarbene Sträflingsuniform, inklusive Ketten, geschmissen, was Tim entspannt mit den Worten: „Oh oh, da braut sich was zusammen“ kommentierte. Nach jedem Song der Band fielen frenetische Schreie der Fans bis in den Backstageraum von denen: „Ewald, Du Posernutte!“ Und „Kammann, wie wollen Dich nackt sehen!“ Meiner Meinung nach hier Gehör finden sollten.
Dann also wir… Den Saal würde ich rückwirkend mal als gut gefüllt betrachten. Der Ausdruck „wohl temperiert“ erscheint mir als maßlos untertrieben, daher möchte ich mal den Ausspruch: „Klimawandel vor der Haustür“ benutzen. Im Ernst: Es war affenartig heiß. Nach einem Song hat der harte Pogokern oben herum blank gezogen und durch permanent austretende Körperflüssigkeiten einen deutlich sichtbaren Bannkreis um sich gezogen. Darüber hinaus konnte ich genau sehen, wie jemand mit dem Arsch vorne weg in die Menge gesprungen ist und unser Freund Fiedel den Kreis der Wut mit der Diagnose Schädel-Basisbruch verlassen musste. Also: Alles richtig gemacht Jungs, weiter so… Danke auch an Steffen, der sich extra für uns einen Bänderriss zugezogen hat, damit die jungen Leute nicht als Sieger dastehen konnten. Für unseren Bandanwalt und die Haftpflichtversicherung sei noch zu erwähnen, dass Boxer´s Bühnenaktionen das Keyboardgedönse von Marek Marple mehrfach gen Ringboden befördert haben, aber er wollte es ja nicht wegstellen. And the winner ist: Tobi Ludwig!
Die übrigen Highlights in Kürze: - Tim hat sich selbst das Mikrokabel entzogen - Matthes hat zwar die Tempi gehalten, dafür aber in einem Song gleich 2x den Refrain versaubeutelt - Pocke hat ständig das Publikum mit Fragen nach der Temperatur und den daraus entstehenden Befindlichkeiten genervt - Ich habe panisch mein Gitarrenkabel aus dem Effektgerät gezogen und noch panischer nach der Ursache des ausbleibenden Gitarrentons geforscht und - Tobi´s erfolgreichen Zweikampf mit einem Stagepiano hatten wir ja bereits.
Um Dich, liebes Tagebuch, nicht zu viel zu füttern bleibt abschließend nun nur noch zu erwähnen, dass Marek Marple wie immer sehr schön musiziert, tolle Unterwäsche getragen und ordentlich Party gemacht haben.
Alles also schön wie immer. Danke Schwedenheim, danke Bands und Fans, danke Tagebuch!
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